Mutter mit Kind, gesehen in Freiberg/N.        

       
 
       

 

 

 

 

Windeldermatitis
Wenn der Po rot wird

Über die Windeldermatitis


Eine große Befürchtung für viele Eltern: Dass ihr Kind einen wunden Po bekommt. Hier wirken aggressive hautwirksame Säuren aus Urin und Stuhlgang, die Haut des Säuglings ist noch angreifbar und verletzlich, die Empfindlichkeit zeigt sich sehr schnell in der oftmals deutlichen Rötung beim Wickeln.
Gerade der typische Windelbereich bis zum Nabel, im Bereich des Anus und der Genitalien, je nach Größe der Windel bis in die Mitte der Oberschenkel reichend ist die klassische Stelle der Windeldermatitis.

Dabei handelt es sich zunächst mal um einen einfache Hautreizung, eben ersichtlich an der Rötung, es können aber auch durch das Aufweichen der Haut kleine Verletzungen hinzukommen. Die Haut wird vermehrt durchlässig, in dem herrschenden Milieu können sich vor allem Pilze, aber auch Bakterien entwickeln. So wird schnell aus einer banalen Rötung eine Infektion.

Was beugt vor?

  • Häufiger Windelwechsel
  • Wenig Waschen, dies zerstört die natürliche Hautbarriere, besser mit einem sanften Öl Schmutz- und Salbenreste beseitigen. Beim Waschen nur hautneutrale Syndets verwenden - besser ist jedoch so wenig wie möglich.
  • Gut Abtrocknen, der Windelbereich wird später schon feucht genug.
  • Das Kind auch ohne Windel liegen oder krabbeln lassen

Was bringt Abhilfe, wenn die Dermatitis schon da ist?
  • Noch häufiger die Windel wechseln, stark absorbierende Windeln verwenden - in manchen Fällen vielleicht Baumwollwindeln benutzen, diese müssen aber noch häufiger gewechselt werden
  • Wenigstens eine Stunde am Tag die Windel weglassen
  • Feuchtigkeitsabsorbierende Pasten verwenden
  • Scharfe und Saure Speisen bei Kind und stillender Mutter meiden
  • Bei Durchfall diese Maßnahmen weiter ausbauen

Entstehen bereits offene Stellen, oder hat sich die Haut verändert, zeigt Beläge oder näßt, ist der Arzt aufzusuchen. Durch genaue Begutachtung, eventuell aber auch durch einen Abstrich auf Erreger, kann er die Diagnose einer möglichen Infektion stellen und entsprechend behandeln.

Hier noch ein paar interessante Links zu dem Thema:

Babys wunder Punkt
Von Eltern für Eltern, zusammengefasst die wichtigsten Hilfsmittel bei der Behandlung der wichtigen Körperpartien. Von Kinderwelten.de.

Therapie-Management
Ein wenig wissenschaftlich, aber dadurch sehr einleuchtend und durchdacht: Die Empfehlungen zur Therapie der Windeldermatitis, herausgegeben von multimedica.de

Merkblatt für Eltern
Herausgegeben von der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum. Wichtig der Schlußsatz: "Eine Windeldermatits ist hartnäckig! Haben Sie Geduld mit der Haut Ihres Kindes."

 

 

Web-gegen-Rechts.de

 

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Last updated 06 Okt 02

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